Historie

Cambridge Aero Instruments und TEKK– ein Firmenprofil

Cambridge baut seit 42 Jahren elektronische Fluginstrumente, hauptsächlich für den Segelflug, und ist der weltweit mit 14 000 Instrumenten erfahrene Anbieter von Segelflug Rechnern.
Cambridge bleibt seinem kundenorientierten Entwicklungskonzept treu: Wir bauen separate, untereinander verbundene Systemkomponenten in den Standard Einbaumaßen von 57 und 79mm für das Instrumentenbrett, sowie Flugschreiber mit Anschluß an PDA’s (Personal Digital Assistant, auch iPAQ, oder auch handheld PC genannt) und Navigationsdisplays samt Zubehör.

Die Cambridge Firmengeschichte  

Raouf Ismail baute schon als Student in der Cambridge Universität in England thermistor gesteuerte Variometer, und gründete Cambridge Aero in USA 1972. Er  fertigte 6000 Einheiten der Produkte CMP, MK IV, 1980 dann das CNAV  und  das E-Vario CVII. Das CNAV ist das erste Instrument mit dem bekannten LCD Display. Als Consultant war schon David Ellis dabei. Mit einem Partner aus der Schweiz wurden 1965 die ersten Rechner mit Drucksonden gebaut, das Flexum. Mit der Entwicklung des MNAV übergab er die Firma 1986 an:

David Ellis Ph.D. David hat große Erfahrung mit Sensoren, und optimale Umsetzung der Flugdaten auf LCD Bildschirme und gute Variometer. Er entwickelte vorher medizinische Systeme bei HP. Das SNAV war ein großer Schritt vorwärts. Schon 1987 hatte es z.B. einen Datenanschluss, an den später problemlos das aufkommende GPS angeschlossen werden konnte. 1986 war auch der Start der engen Zusammenarbeit mit TEKK für Zentraleuropa. Mit dem GPS wurde von uns die Idee 1992 realisiert, einen manipuliersicheren Flugdaten Recorder zu entwickeln, das GPS-NAV 10. Mit großem finanziellen Aufwand aus der Privatkasse (100 Recorder entwickeln und 100 bauen auf eigene Kosten!!) fand  diese neue Technik dann ab der Weltmeisterschaft in Neuseeland die volle Anerkennung – gegen zunächst große Bedenken der Segelflieger. So ging die Zeit der Filmauswertung und der Barografen zu Ende. Das zugehörige GPS Display brachte dazu die präzise, segelfluggerechte  Navigation ins Cockpit. Das GPS-NAV war  der erste von der IGC/FAI zugelassene Logger.
Das LNAV löste 1993 das zu bauaufwendige SNAV ab. Vom LNAV wurden 1800 Systeme gebaut, mit Steckmodulen zur Nachrüstung von Optionen wie z.B. der G-messer, das Fernbedienungssystem, den Temperatursensor, Fahrwerks- und Bremsklappenwarnung u.v.m. Parallel kamen zwei weitere klein bauende Recorder, die Bestseller GPS-NAV 20 und 25.

Flugsicherheit

Oberstes Gebot bei Cambridge: In das enge Instrumentenbrett passende, klar gegliederte und gut ablesbare – also nicht überladene -  Schirme, um dem Piloten schnell zu erkennende Information zu geben, und somit die Aufmerksamkeit am Himmel zu lassen, um nicht „blind“ im Cockpit zu arbeiten.

In Europa wird der Luftraum immer enger, und es besteht die Gefahr, dass der Sportflug als „nicht voll akzeptierter“ Teilnehmer in unserem Luftraum auf der Stecke bleibt – auch weil die Segelflugzeuge keine Instrumentierung besaßen, Beschränkungsgebiete präzise zu erkennen. Nach vielen Diskussionen, einem Pflichtenheft, und Druck meinerseits stand das Konzept: Für die neu auf den Markt kommenden „Handflächengroßen“ handheld PC’s mit dem WinCE Betriebssystem wurde wieder bei Cambridge eine Neuheit zum Logger entwickelt. Das Palm-Nav Programm, das heute auch  von anderen bekannten Anbietern verkauft wird.
Das „internationale“ DDV Variometer.
David Ellis hatte schon lange die Idee, ein Direkt Digitales Variometer zu bauen, um die zwar zuverlässige, aber alte langsame Technologie der Durchfluss – Hitzdrahtsensoren abzulösen. 2001 war auch die Technologie der Komponenten so weit, dass er diesen großen Schritt anging. Direkt Digitale Übertragung bedeutet auch schnellste Reaktion auf Druckunterschiede, die mit neuen hochauflösenden Drucksensoren übertragen werden auf den Stepmotor, der die Varionadel treibt.

Mit diesem  Stepmotor, den Spritzgussteilen aus der Schweiz, dem Zeiger und Zifferblatt aus dem Schwarzwald, den schnell reagierenden Drucksensoren sowie dem Prozessor aus dem Silicon Valley, den Speicher- Bausteinen aus Japan, der Anschlussleiste und weiteren Teilen aus Deutschland, einem LCD mit Loch für die Varioachse usw. wurde der neue Star von Cambridge entwickelt, die Serie 300.

Diese Entwicklung brachte auch ein Problem: Es verschlang mehr Zeit und Geld, als angenommen. David wollte nur noch entwickeln, und nicht mehr den von ihm als „Sensorenguru“ ungeliebten kommerziellen Teil seiner Firma weitertreiben. Er unterschrieb vorschnell  einen Übernahmevertrag mit Roy Ridgeway – und der machte innerhalb weniger Monate alles falsch, was nur denkbar war. Das weltweite Netz der Cambridge Stützpunkte brach fast zusammen, und die Firma stand auf der Kippe.
Die Jahre 2002 bis Ende 2003 waren schlimm. Ab 2004 mit neuem Management, 2 vernünftigen Teilhabern und bewährten Mitarbeitern ging es wieder aufwärts, die Bauqualität ist heute exzellent. Auch die Boards mit der hohen Packungsdichte werden von Cambridge (R-Track) selbst gefertigt auf modernsten Anlagen. Nun geht auch die Entwicklung am 302 mit seinem Potential weiter – neue Produkte folgen.
TEKK startete 1997 die Mitarbeit mit 4 Kunden, heute sind es ca. 2000.
Unser oberstes Gebot: Service zu fairen Preisen,  für alle Cambridge Geräte.


Das Konzept

Ein Grundsatz von Cambridge ist es, übersichtliche und einfach zu bedienende Fluginstrumente für Wettbewerbspiloten als auch für "Freizeitflieger" zu entwickeln und herzustellen. Cambridge bleibt seinem kundenorientierten Konzept treu. Durchdachte Details und Aufbau mit modernster Technologie garantieren dem Kunden über lange Zeit einfachst nachrüstbare Instrumente, womit deren langer Werterhalt sichergestellt ist.

Cambridge stellt folgende Fluginstrumente in den Standard-Einbaumaßen 57 und 79mm als separate Systeme her:

Beide Geräte zusammen liefern schnell übersichtliche Informationen von gut ablesbaren Bildschirmen. Dies ist auch vom absoluten Computerlaien schnell erlernbar.  Der einzige Drehknopf am LNAV Rechner dient als AN/AUS, sowie Lautstärkeregler.  Diese Bedienung durch Knöpfe wurde auch am Display der Logger in gleicher Logik verwendet.

Das 302 wird durch einen Kombi Tipp- /Drehknopf bedient, und im Fluge über das Nav-Display oder den Compaq handheld PC gesteuert.